Radtour der SCCR-Senioren vom Brenner-Paß nach Klagenfurt 13. - 19. Juni 2014

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Freitag, der 13. Juni 2014. Das muß ja schief gehen. Geht es auch. In aller Herrgottsfrühe starten wir. Wir, das sind Hans Buschmann, Toni Schüren, Werner Jacobi und Klaus Leman. Wir können unseren IC in Duisburg nicht erreichen. Es fährt kein Zug von Krefeld nach Duisburg, Strecke gesperrt. Eine Gewitterfront mit Orkanböen hatte am Pfingswochenende den Zugverkehr in NRW völlig durcheinander gebracht. Unser Zug über Stuttgart, München zum Brenner-Paß fährt erst ab Köln. Um 3:30 Uhr wird ein Taxi mit Anhänger gefunden, der uns und unsere Räder von Kapellen, unserem Treffpunkt, zum Bahnhof in Rommerskirchen bringt. Dort stößt unser Mitradler Werner Jacobi aus Mönchengladbach zu uns. Er wird von seiner Frau mit dem Auto gebracht. Im Eifer des Gefechts läßt er sein Portemonaie im Wagen liegen. Wir helfen ihm für die nächsten 7 Tage mit einem Kleinkredit aus. Um 5:36 Uhr starten wir zu unserer ersten Etappe von Rommerskirchen nach Köln. Der Zug hat keinen Gepäckwagen. Die E-Bikes stehen im Gang. Ab Köln geht dann alles fahrplanmäßig weiter.

brennero Gegen 17 Uhr steigen wir in Brennero, Italien, auf 1370 m ü.A. aus dem Zug. Wir sind trotz aller Widrigkeiten an unserem Startpunkt angekommen.



sterzing

Kurz darauf sitzen wir schon auf unseren E-Bikes und radeln die 21 km nach Sterzing, wo wir in der Pension Frick unsere erste Übernachtung in Südtirol haben.

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Am Samstag führt uns unsere Route ca. 60 km von Sterzing auf dem Pustertal-Radweg, einer wunderbaren Strecke entlang dem Fluß Rienza, nach Bruneck. Der Weg geht rauf und runter. Wir lernen die Schiebehilfe unserer E-Bikes schätzen.


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Im Gasthof Krone in Bruneck steigen wir ab. Wir haben uns ein ordentliches Feierabend-Bier redlich verdient.



bild Am Sonntag fahren wir von Bruneck nach Thal und überqueren auf der 67 km langen Strecke die Grenze nach Österreich. Der Radweg führt entlang der Drau, die hier in der Nähe bei Toblach entspringt. Heute müssen 400 Höhenmeter überwunden werden.


bild Unterwegs besuchen wir noch einen Trödelmarkt und sind fasziniert von den alten Werkzeugen, die hier angeboten werden.


bild Die SCCR-Senioren auf dem Drau-Radweg im Pustertal, die 400 Höhenmeter haben wir locker geschafft.

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Am Montag bewältigen wir die 58 km lange Strecke von Thal nach Greifenburg. Auch diese Strecke führt verläuft immer parallel zur Drau.


bild Abends kommen wir im Gasthaus Wulz an. Wir sind überrascht, als wir erfahren, daß der Gasthof von einem holländischen Ehepaar geführt wird.

Dem Gasthaus angeschlossen ist ein Getränkeshop mit 700 Sorten Bier. Hier sind wir richtig.

Im übrigen werden hier ganz unkonventionell die Geranien mit Hilfe des Gabelstaplers gegossen.



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Am Dienstag bewältigen wir die 85 km lange Strecke von Greifenburg nach Villach, wo wir uns in der wunderschönen Pension Smoley am Magdalenensee einquartieren.


Der Blick vom Fenster zeigt eine grüne Uferlandschaft mit einladenden Liegewiesen. Hier könnte man es noch einige Tage aushalten.


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Am Mittwoch führt uns unser Trip über 45 km von Villach über Velden zum Wörthersee und weiter bis Klagenfurt.


Da der Radweg gesperrt ist, werden wir per Schiff auf dem Wörthersee um die Baustelle herum gefahren.


Wir übernachten im Jugendgästehaus in Klagenfurt. Diese Unterkunft hat mit der Jugendherberge von früher nichts mehr gemeinsam, denn das Haus bietet allen Komfort eines gutes Hotels.


Am Donnerstag, dem 19.06.2014, fahren wir von Klagenfurt ohne Umsteigen zurück nach Duisburg. Nach ca. 12 Std. sind wir zurück in Krefeld.

Fazit : Unsere Tour hat uns Spaß gemacht, wir haben unterwegs viel gesehen, die Unterkünfte waren gut, das Wetter war gut, kein Regen, nicht zu heiß, unsere morschen Knochen haben standgehalten, der Kleinkredit für Werner Jacobi hat auch gereicht und die alte SCCR-Kameradschaft hat sich wieder einmal gut bewährt. Die Herausforderung der ca. 336 km langen Tour durch die Berglandschaft der Alpen haben wir und unsere E-Bikes bestens gemeistert. Weitere Touren werden folgen.