Die Segelsaison 2019 von Hannah Schmechel



 

Nachdem ich 2018 bereits meine ersten Erfahrungen im 29er gesammelt hatte, suchte ich zunächst noch einen Partner im Boot. Ich wollte ja schotten - also ins Trapez.

Mit Amelie begann meine Segelsaison im Trainingslager am Gardasee. Vento und Ora waren jedoch anfangs noch zu schwierig für uns, um in der Gruppe mitsegeln zu können. Daher bekamen wir von unserer Trainerin Elena nach dem Training der anderen Teams täglich eine Sondertrainingseinheit. Nach vier Tagen klappte es auf dem Wasser schon viel besser. Danach trainierten Amelie und ich noch zwei Wochenenden am Steinhuder Meer, bevor wir feststellten, dass wir zwar an Land viel Spaß zusammen hatten, es auf dem Wasser aber nicht so gut funktionierte.

Da sich zeitgleich ein anderes 29er-Team auch gerade trennte, wurde Simon mein neuer Steuermann. Wir verstanden uns gleich gut und auch im Boot kamen wir gut zurecht.

Daher meldeten wir uns nach 2 Trainingswochenenden auch gleich zur Yes-Regatta vom 8.-10.6.2019 an. Gleich im ersten Lauf gab es einen Massenfehlstart. Wir fühlten uns nicht betroffen und wurden daher leider nachträglich disqualifiziert.

Die nächsten Läufe waren aber besser. Am letzten Tag war leider zu viel Wind für uns, so dass unser Trainer uns zur Sicherheit wieder an Land schickte. 3x DNS war die Folge und wir kamen daher am Ende nur auf den 59. von 64 Plätzen. Aber toll war es trotzdem.

Deshalb wollten wir schnell am folgenden Wochenende noch eine Regatta segeln: den Eichhörnchen-Cup in Eckernförde vom 15.-16.6.2019. Es war wenig Wind. Gut für uns. Allerdings konnten nur 4 von geplanten 8 Läufen überhaupt gesegelt werden. Im 3. Lauf wurden wir 9., insgesamt erreichten wir einen tollen 14. Platz von 21 Teilnehmern. Plötzlich waren wir für die WM qualifiziert und überlegten mit unserem Trainer, ob es eine gute Idee wäre, dort zu starten.

Er sagte „ja“ und so meldeten wir uns für die WM in Gdynia sowie das zugehörige Trainingslager nachträglich an.



 

Im Trainingslager in Gdynia haben wir dann gut trainiert, nur an einem Tag war zu viel Wind, so dass der Trainer uns draußen gelassen hat. Da waren wir aber auch froh.

Auch die WM im Anschluss daran war toll. Wir wussten, wir würden ziemlich weit hinten sein. Wir wollten aber nicht letzter werden. Gleich im 1. Lauf wurden wir 11. Von 44 Seglern in unserer Startgruppe. Leider bekamen wir im 2. Lauf die Black Flag und haben den 3. Und 4. Lauf aufgrund des Windes vorzeitig aufhören müssen. So kamen wir in die Smaragd-Gruppe Dort sahen wir gleich wieder die Black Flag. Danach segelten wir noch auf die Plätze 32, 37, und 32. Das war besser als gedacht, aber wir hatten nur einen Streicher, sind jedoch 5x nicht gewertet worden. Dadurch fielen wir in der Endwertung der WM auf Platz 173 von 175 Teilnehmern zurück. Es war trotzdem toll.

Den Rest der Ferien hatte ich dann aber keine Lust mehr zu segeln. Erst Anfang September trafen Simon und ich uns wieder zum gemeinsamen Training am Dümmer See.

Es folgte die Niedersächsische Meisterschaft im 29er. Es waren 7 Teams am Start.

In den 3 Läufen kamen wir bei wenig Wind auf die Plätze 5, 4 und 4. Hinter den drei Topteams (Charlotte/Amelie, Janne/Carlotta und, Philipp/Niko) die immer die ersten drei Plätze unter sich ausmachten, konnte es nicht besser laufen. In der Gesamtwertung kamen wir so auf den 4. Platz.

Wir wären auch gerne noch zu der IDJM gefahren, aber aus schulischen Gründen klappte es bei Simon und mir nicht.

Daher segelten wir zum Saisonabschluss nochmal bei viel Wind im Training am Zwischenaner Meer. Jetzt beherrschten wir den 29er zum ersten Mal bei viel Wind. …wow!

Eure Hannah